Kunstrasen: Oberberg wird noch grüner

Oberberg - Lediglich 16 Vereine im oberbergischen Teil des Fußballkreises haben noch kein künstliches Grün, doch dies wird sich in den kommenden Jahren ändern - Einige Klubs bleiben der Asche jedoch treu und andere setzen auf Naturrasen.

Von Nils Hühn

 

Mit Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich die Fußballlandschaft im gesamten Oberbergischen stark verändert. Den Anfang machten damals der SSV Bergneustadt und der 1. FC Gummersbach: Der Kunstrasen fand den Weg in den oberbergischen Fußball. Die Zeit von Aschewolken im Sommer, Schlammschlachten im Winter und aufgeschürften Wunden schien vorbei, denn viele Vereine zogen nach. Auch dank der Förderung durch das Konjunkturpaket II wurden viele Kunstrasenprojekte in den vergangenen Jahren realisiert. Nur noch 13 Klubs spielen auf Hartplätzen und drei auf Naturrasen. Doch dies wird sich in vielen Fällen in den kommenden Jahren auch ändern. Oberberg-Aktuell sprach mit den Verantwortlichen über ihre Ziele und Projekte.

 

Der größte Teil der Klubs, die noch keinen Kunstrasen haben, sehen sich im Nachteil gegenüber den anderen. Viele Eltern würden ihre Kinder lieber auf die „sauberen“ Plätze schicken. Der SSV Süng hatte im Sommer sogar Probleme, einen neuen Torwart für die 1. Mannschaft zu finden, da viele nicht auf Asche spielen wollten. „Manche haben lieber weiter Kreisliga C gespielt, als die sportliche Herausforderung zu suchen“, erklärt Vorsitzender Ralf Theunissen.

 

In den kommenden Monaten werden einige mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes beginnen. Weit fortgeschritten sind die Planungen zum Beispiel beim B-Ligisten aus Elsenroth. Im Jahr des 100-jährigen Vereinsbestehens soll der Umbau realisiert werden. „Wir werden uns in der kommenden Woche zusammensetzen“, freute sich TuS-Vorsitzender Hartmut Schmidt über die gute Entwicklung. Auch bei der Spielvereinigung Wallerhausen steht mit dem Projekt „Teufelsrasen“ demnächst eine Veränderung auf dem Programm. Ebenso beim SV Thier: Dort wartet man nur noch auf die Baugenehmigung. Die Umbauarbeiten sollen Ende März beginnen und das Vorhaben im Sommer beendet werden. Ähnlich sieht es beim Nachbarn TV Klaswipper aus. Der dortige Tennenplatz ist marode und muss dringend erneuert beziehungsweise ersetzt werden. Auf einer heute stattfindenden Sitzung wird darüber entschieden, wie es weitergeht. Nach den Vorstellungen des 1. Vorsitzenden Werner Strombach wird bereits dieses Jahr ein neuer Kunstrasenplatz entstehen.

 

Der BSV Bielstein und VfL Engelskirchen haben zwar bereits damit begonnen, Geld für neue Kunstrasenplätze zu sammeln, aber einen Zeitrahmen für die konkrete Umsetzung gibt es dort noch nicht. Hermesdorf, Weiershagen und Windhagen hegen auch den Wunsch, auf Kunstrasen zu spielen, aber aus finanzieller Sicht ist das Projekt für sie nicht realisierbar und daher nur Zukunftsmusik. „Wenn ich im Lotto gewinnen sollte, könnte man darüber nachdenken“, so Hermesdorfs 1. Vorsitzender Dieter Ripplinger. In Süng verhält es sich etwas anders: Dort wird weiter auf Asche gespielt, da die Spielfläche erst kürzlich rund erneuert wurde.

 

Sowohl Hunsheim, Loope und Othetal spielen auf Naturrasen - dies auch in Zukunft, denn man ist stolz darauf. Zwar habe das natürliche Grün seine Nachteile, aber alle drei Vereine lobten auch die Vorzüge. „Es gibt nichts Schöneres, als an einem Sommertag auf dem frisch gemähten Rasen zu spielen“, schwärmte Hunsheims 1. Vorsitzende Reiner Schlichting. Die Verletzungsgefahr sei auf dem Naturrasen viel geringer und außerdem fürchten die Verantwortlichen die Folgekosten. Ihrer Meinung nach werden sich viele Vereine in den kommenden Jahren umschauen müssen, wenn die Spielfläche ausgetauscht werden muss.

 

Aus diesem Gurnd haben der TSV Hämmern und der SV Linde beschlossen, aus ihren Ascheplätzen einen Naturrasenanlage zu machen. Beim SV Linde hat man bereits die Zusage von der Gemeinde über die finanzielle Unterstützung von 175.000 € erhalten. Ab März werden die Samen eingesät und anschließend behutsam aufgepäppelt. Spätestens im September soll dann der Ball auf saftigem Grün rollen. In Hämmern ist man noch nicht ganz so weit, aber auch TSV-Vorsitzender Peter Hebbinghaus ist davon überzeugt, dass der Schritt zum Naturrasen der richtige sei. Hebbinghaus: „Der Rasen auf der Asche ist ein ganz spezieller und muss stets gewässert werden.“ Wenn das Klima in Oberberg mit etwas dienen kann, dann mit der notwendigen Nässe "von oben".

 

BSV Bielstein

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Kunstrasen

Projektrealisierung: Frühjahr 2014

 

TuS Elsenroth

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Kunstrasen

Projektrealisierung: 2013

 

VfL Engelskirchen

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Kunstrasen

Projektrealisierung: nicht absehbar

 

TSV Hämmern

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Naturrasen auf Asche

Projektrealisierung: 2014

 

SV Hermesdorf

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Kunstrasen

Projektrealisierung: vorerst nicht

 

SG Hunsheim

Aktueller Stand: Naturrasenplatz

Planung: Keine Planung

 

TV Klaswipper

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Kunstrasen

Projektrealisierung: Sommer 2013 

 

SV Linde

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Naturrasen auf Asche

Projektrealisierung: September 2013

 

ASC Loope

Aktueller Stand: Naturrasenplatz

Planung: Keine Planung

 

TuS Othetal

Aktueller Stand: Naturrasenplatz

Planung: Keine Planung

 

SSV Süng

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Keine Planung

 

SV Thier

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Kunstrasen

Projektrealisierung: Sommer 2013

 

Spvg. Wallerhausen

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Kunstrasen

Projektrealisierung: 2014

 

TuS Weiershagen

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Kunstrasen

Projektrealisierung: Keine Planung

 

FC Windhagen

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Kunstrasen

Projektrealisierung: vorerst nicht absehbar

 

DJK Wipperfeld

Aktueller Stand: Hartplatz

Planung: Kunstrasen

Projektrealisierung: Sommer 2013.

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